Montag, 12. Dezember 2011

Linux Mint auf dem Netbook Medion Akoya E1210

In den letzten Wochen habe ich Ubuntu 11.10 auf meinem Netbook Medion Akoya E1210 installiert und ausprobiert, eine Woche später OpenSuse 12.1 und vor einigen Tagen war nun Linux Mint an der Reihe.

Eigentlich wollte ich die Distribution schon vor OpenSuse testen, doch Linux Mint liess sich nicht über den USB-Stick installieren. Nun habe ich die ISO-Datei auf eine DVD gebrannt, den eternen DVD-Player über USB angeschlossen und so die Installation vorgenommen. Es klappte auf Anhieb und Linux Mint begrüsste mich mit einer schlichten aber schicken Oberfläche.

Nun arbeite ich seit ein paar Tagen mit Linux Mint auf dem Netbook und ich habe mir geschworen, dass ich diesmal meine anfängliche Begeisterung zurückhalte, bevor ich hier wieder zu früh über eine gelungene Distribution berichte. Zu wenig kritisch hatte ich über OpenSuse 12.1 und Ubuntu 11.10 geschrieben.

Im Moment schreibe ich gerade an diesem Posting. Zuvor habe ich eine MP3-Datei bei ExLibris online gekauft, heruntergeladen und und mit verschiedenen Playern ausprobiert. Für die Recherchen bin ich stundenlang durch das Web gesurft und habe einige Mails geschrieben. Auch mit Google Text und Tabellen habe ich online gearbeitet und schliesslich  auch LibreOffice ein wenig getestet.

Für einen abschliessenden Bericht reicht das noch lange nicht. Erste Eindrücke kann ich vermitteln. Was bisher gut geklappt hat, ist die WLAN-Verbindung. Zwar kann auch Linux Mint die Verbindung nach dem Ruhezustand und dem Schlafzustand nicht wieder herstellen, aber ansonsten ist die Verbindung stabil und lässt sich - im Gegensatz zu OpenSuse - besser konfigurieren. Nebst der Verbindung ins heimische WLAN konnte ich auch die Verbindung in ein Fremd-WLAN testen. Der Wechsel vom LAN ins WLAN klappt mit Linux Mint problemlos und automatisch.

Während ich vor einiger Zeit viele gute Eindrücke über Linux Mint nachlesen konnte, hat mich die eher despektierliche Kritik von Linus Torvald über Gnome 3 eher abgeschreckt (siehe ProLinux). Offensichtlich haben sich auch viele andere Stimmen gegen die Bestrebungen zur Gestaltung der neuen Oberfläche erhoben.

Linux Mint 12 wird mit Gnome 3 als Desktop ausgeliefert. Was anfänglich schick aussieht, bringt für das Netbook einige Tücken mit sich und Gnome 3 entmündigt den Benutzer an einigen Stellen doch empfindlich. Dennoch könnte ich mir derzeit vorstellen, das Linux Mint auf meinem Netbook bleibt.

15. Dezember 2011
Ich habe inzwischen einige Tage intensiv mit Linux Mint gearbeitet und mich an die Oberfläche gewöhnt. Das Arbeiten funktioniert trotz der schwachen Leistung des Netbooks flüssig und ich bin zufrieden. Selbst die ein bis zwei Abstürze pro Tag haben mich bis jetzt nicht dazu bewegt Linux Mint wieder zu entfernen. Es ist derselbe Fehler, der auch mit Ubuntu am häufigsten auftrat.

Nach den erwähnten Abstürzen ist Linux Mint, obwohl jeweils ein Reboot nötig ist, rasch wieder bereit für die Arbeit. Da ich meist mit Applikationen arbeite die automatisch speichern, habe ich bisher keinen nennenswerten Datenverlust erlitten, obwohl ich sehr intensiv gearbeitet habe.

Mein Linux Mint Desktop
Sehr zufrieden bin ich ausserdem mit dem starken Akku (siehe Bericht), der 7 bis maximal 8 Stunden Arbeit ermöglicht. Bei längeren Pausen muss ich das Netbook jeweils runterfahren und ausschalten, weil - wie bereits weiter oben beschrieben - das WLAN nach dem Ruhe- oder Schlafmodus nicht mehr funktioniert. Das war bisher in allen getesteten Linux-Distributionen so (Ubuntu, OpenSuse, Linux Mint).

Inzwischen habe ich die Vermutung, dass die Abstürze mit dem WLAN-Treiber zu tun haben. Das WLAN war auch schon unter Windows mit Problemen behaftet. Manchmal war auch unter WIN-XP ein Reboot erforderlich, damit es wieder funktioniert hat.
Linux, Linux Mint, Netbook, Netbook Medion Akoya E1210, Test, Testbericht, Erfahrungsbericht
Weitere Links zum Thema:
OpenSuse auf meinem Netbook
Leistungsstarker Akku für mein Netbook



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