Mittwoch, 30. November 2011

OpenSuse 12.1 auf meinem Netbook

Als ich unlängst den Versuch machte, Ubuntu auf meinem Netbook Medion Akoya E1210 zu nutzen, war ich erst begeistert und dann doch entäuscht. Letztlich ließ sich das Netbook unter Ubuntu nicht als Arbeitsinstrument einsetzen; zu unausgereift war die Ubuntu One Oberfläche, zu instabil die Version.
OpenSuse-Logo: Quelle Wikimedia Commons

Nach Ubuntu versuchte ich es mit Linux Mint 12, auf welches ich mich besonders freute, weil viel lobende Worte im Web zu finden sind. Doch die Installation scheiterte auch nach mehreren Versuchen. Dann kehrte ich zum vertrauten OpenSuse und KDE zurück und freute mich, dass mit OpenSuse 12.1 die Installation auf Anhieb klappte.

Die Freude hielt an, als ich alle Einstellungen vorgenommen hatte und schließlich mit meinem - bereits schon für die Entsorgung bereit gemachten - Netbook wieder arbeiten konnte. Zur Erinnerung: Das Netbook war unter Windows XP stetig langsamer geworden. Vor allem das Aufstarten zog sich lange hin und gelegentlich dauerte das Herunterfahren noch länger (bis zu mehreren Minuten) Irgendwann war dann auch der Akku hinüber.

Das Linux-Mascottchen 'TUX' created by Larry Ewing (Quelle: Wikimedia Commons)

Dann habe ich das Experiment gewagt, einen starken Akku gekauft, Ubuntu installiert und das Nebook für das Erfassen der Notizen mit an Sitzungen genommen. Bei ausgeschaltetem WLAN kam ich mit Ubuntu gut zurecht, musste aber gelegentliche Abstürze hinnehmen, sobald sich der Screensaver aktivierte oder ich das Netbook in den Schlafmodus versetzte. Weil ich an den weiteren Sitzungen das WLAN benötigte, musste ich noch mehr Abstürze hinnehmen, die jeweils ein komplettes Reboot erzwangen. Das war enttäuschend.

Ich will hier keineswegs Ubuntu schlecht machen. Vieles hat mir sehr gut gefallen, so auch das Synchronisieren der Daten und Dokumente mit der Cloud (Ubuntu One). Aber auf meinem Netbook wollte Ubuntu nicht so recht. 


Inzwischen habe ich das Netbook unter OpenSuse 12.1 an vielen Sitzungen ausprobiert, darunter solche die 6 bis sieben Stunden dauerten, wobei ich meine Notizen über das WLAN in der Cloud gearbeitet habe. Das funktionierte sehr gut und der Akku hielt problemlos durch. Teilweise habe ich mit GIMP Bilder und mit Libre Office Diagramme und Präsentationen für die Sitzungen erstellt. Alles hat bestens funktioniert und auch das Erstellen dieses Berichts geschieht soeben mit dem Netbook unter OpenSuse 12.1.

Das Netbook ist für mich wieder ein idealer Begleiter geworden. Es ist zwar nicht sehr Leistungsfähig (Intel Atom 1.60GHz, 1 GB RAM), läuft aber unter Linux wieder flüssig und hält mit dem starken Akku richtig lange durch (bis etwa 7 Stunden). Es ist klein genug für das Mitnehmen in der Umhängetasche, groß genug um genügend Bildschirminhalt zu bieten und bietet eine Tastatur, die flüssiges Schreiben im Zehnfingersystem zulässt.

Inzwischen habe ich OpenSuse 12.1 intensiv getestet und finde, dass diese Version sehr gut gelungen ist und KDE inzwischen komfortabel und schön gestaltet wurde.

4. Dezember 2011
Ich bin mit OpenSuse 12.1 auf meinem Netbook sehr zufrieden. Inzwischen habe ich viele Tests vorgenommen und das Gerät ein wenig strapaziert. Wichtig war mir dabei, das Arbeiten mit «Google Text und Tabellen» zu prüfen. Das verlief bis jetzt problemlos, sowohl mit Textdateien, Tabellen und Präsentationen.

«Google Text und Tabellen» ist das ideale Werkzeug für die Arbeit mit Netbooks, sofern man Verbindung zum Internet hat. Ich habe mich immer mehr damit angefreundet und schätze inzwischen das Angebot, das nebenbei erwähnt, gratis ist, sehr.

Bei diesen Tests musste ich feststellen, dass nach dem «Ruhezustand»  und nach dem «Tiefschlaf» das WLAN zwar kurz funktioniert, aber danach blockiert. Das Problem ist offensichtlich bekannt und ich habe gelesen, dass bei früheren Versionen von OpenSuse mit WICD dieser Fehler umgangen werden konnte. Doch für OpenSuse 12.1 ist dafür noch kein komplettes Paket vorhanden. Ich werde berichten, sobald ich eine Lösung gefunden habe. 


12. Dezember 2011
Vor ein paar Tagen habe ich wicd mit OpenSuse auf meinem Netbook (Medion Akoya E1210) ausprobiert, um zu sehen, ob damit die WLAN-Verbindung auch nach dem Ruhemodus und Schlafmodus wieder automatisch hergestellt wird. Das hat nicht funktioniert. Auch mit wicd klappte die Verbindung erst nach einem kompletten Neustart.


Auch der Test, bei dem ich das Netbook per Kabel an das LAN anschloss und danach wieder trennte, führte zu keiner automatischen WLAN-Verbindung. Im Gegenteil: Nach diesem Test führte jeweils nur ein kompletter Neustart wieder zur gewünschten WLAN-Verbindung.


Letztlich musste ich auch nach der Herstellung des ursprünglichen Zustands feststellen, dass die WLAN-Verbindung unter OpenSuse 12.1 eine Schwachstelle bildet. War die Verbindung hergestellt, konnte ich unter OpenSuse gut mit dem Netbook arbeiten und konnte einige Vorteile im Vergleich zu anderen Distributionen feststellen.

Keine Kommentare: