Montag, 15. März 2010

Test: Installation von OpenSuse 11.2 auf einem 5 Jahre altem Notebook

Ende 2004 habe ich mir ein Sony VAIO Notebook zugelegt (Typ: VGN-A195EP). Es hat lange Zeit gute Dienste geleistet, lief stabil und war fast täglich in Betrieb. Dann löste ich das Notbook mit einem Subnotebook ab. Das Sony VAIO Notebook blieb ab dann in einem Regal liegen und verwaiste dort.

Da ich meinen alten Noname-PC (AMD-64) mit OpenSuse 11.2 wieder zu neuem Leben verhelfen konnte, versuchte ich es dieses Wochenende auch mit dem Sony VAIO-Notebook. Das Ziel der Aktion: Der Sony VAIO sollte quasi als Netbook herhalten.

Die Installation bot überhaupt keine Probleme. Ich lud dazu lediglich die ISO-Datei für die Netzwerkinstallation von der OpenSuse-Website herunter (Link), brannte sie auf eine CD, legte diese in das Laufwerk des Notebooks und startete dieses. Auf dem Installationsbildschirm wählte ich lediglich die Sprache (Deutsch) aus, die Bildschirmauflöfung war bereits richtig vorgegeben.

Dann setzte ich den Cursor auf 'Installation' und drückte die Return-Taste. OpenSuse lud  alles was für die Installtation nötig war von der CD und aus dem Web und führte mich durch das Installationsprogramm. Natürlich dauert die Installation etwas länger, wenn alles aus dem Internet geladen werden muss, aber sie verlief ohne jegliche Probleme.

Schon nach dem ersten Start war das Notebook bereit zum Arbeiten. Die Videoauflösung stimmte, die Bluetooth-Maus funktionierte ebenso wie die Soundkarte auf Anhieb und nach Installation der Codecs konnte ich meine MP3-Dateien abspielen. Mit dem Firefox konnte ich meinen Google-Arbeitsplatz sofort nach der Anmeldung benutzen und z. B. diesen Artikel schreiben.

Das WLAN wurde ohne Zutun erkannt. Ich musste nur noch das Passwort eingeben. Die Verbindung zum NAS-Laufwerk (Server) klappte, nachdem ich die Firewall dafür öffnete. Auch eine externe Festplatte, über USB verbunden, wurde sofort erkannt und konnte benutzt werden. Mit dem HTC-Hero (Android-Handy) konnte ich problemlos Daten austauschen, so auch Musikdateien hin- und zurückkopieren.

Manche Prozesse fordern das Notebook stark, was sich in der Lautstärke des Lüfters bemerkbar macht. Dennoch kann ich mir das Video mit der Wettervorhersage oder einen Trailer auf YouTube ansehen. Das ist für diese Minimalaustattung doch erstaunlich. Im Notebook stecken ein Intel Centrino mit 1.5GHz, nur 512MB Ram, eine ATI Radeon Mobility 9200 und eine 60GB Festplatte.

Das Arbeiten über den Google-Desktop funktioniert bestens: Ich kann Mails lesen und schreiben, Termine eintragen, Dokumente erstellen u.a.m. Auch mit OpenOffice.org ist flüssiges Arbeiten gut möglich.

Es bleibt ein Wermutstropfen: Beim Brennen von CDs versagt die Installation ihren Dienst. Das war bereits beim Noname-PC so und ist auch ein viel diskutiertes Thema in den diversen Foren. Ich kann gut damit leben, weil für mich dieses Medium schon lange nicht mehr das Mittel der Wahl ist. Ein USB-Stick leistet für mich den besseren Dienst. Doch das ist nicht für alle so und deshalb soll es hier nicht unerwähnt bleiben.

Der Absatz oben beschreibt ein Problem, dass ich inzwischen beheben konnte. Nun kann ich auf dem AMD-64-PC CDs und DVDs brennen. Beim Notebook scheint ein Hardwarefehler vorzuliegen.

Fazit: OpenSuse 11.2 kann mit einer deutlich verbesserten Performance auch ältere Arbeitsgeräte wieder diensttauglich machen. Ich jedenfalls freue mich über die Leistung des mehr als fünf Jahre alten Notebooks und finde, dass es als Netbook durchaus gute Dienste leistet. 

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