Samstag, 26. April 2008

OpenSuse KDE Eintrag im Programmenü erstellen

Am Beispiel des Programms Songbird möchte ich hier beschreiben, wie man unter OpenSuse und KDE einen Eintrag im Programmenü erstellt.

Das Desktop-Symbol Arbeitsplatz anklicken. Im Fenster Arbeitsplatz die Menüoption Gehe zu anklicken und im Untermenü Einstellungen wählen (siehe Bild).

Arbeitsplatz Einstellungen (zum Vergrössern auf das Bild klicken)

Im darauf folgenden Fenster auf Menü-Editor klicken. Es öffnet sich ein weiteres Fenster KDE-Menü-Editor. In diesem Fenster sind nun die Programmgruppen aufgelistet. Für das Programm Songbird öffne ich die Gruppe Multimedia indem ich links davon auf das Pluszeichen klicke. Danach öffne ich die Untergruppe Audio-Wiedergabeprogramm. Mit der rechten Maustaste klicke ich auf Audio-Wiedergabe und wähle die Option Neues Element. Es öffnet sich ein Eingabefenster für den Namen des neuen Elements. Dieser Name erscheint später im Programmenü. Folglich tippe ich 'Songbird' ein und klicke auf 'OK'. Nun erscheint der neue Eintrag in der Programmgruppe mit einem neutralen Icon an der Seite (siehe Bild).

Menüeintrag 'Songbird' hinzugefügt (zum Vergrössern auf das Bild klicken)

Bevor ich mich um das Icon kümmere, muss ich die übrigen Eingaben vornehmen. Das neue Element ist bereits markiert. Rechts im Fenster ist im Feld Name 'Songbird' eingetragen. Die Felder Beschreibung und Kommentar kann ich leer lassen. Im Feld Befehl muss ich den Pfad und den Namen der Programmdatei angeben. Dazu klicke ich auf das blaue Ordner-Symbol neben dem Feld und klicke mich zum Verzeichnis mit der Programmdatei von Songbird durch. Durch Klicken auf die Programmdatei Songbird wird der Pfad und der Dateiname übernommen.

Mit dem Knopf neben den Feldern Name und Beschreibung kann man das Symbol (Icon) für das neue Element auswählen. KDE bietet unzählige Symbole an. Falls du für deinen Eintrag ein passendes Symbol gefunden hast ist der neue Eintrag im Programmenü fertig. Mit Datei / Beenden kannst du das neue Element speichern.

Für Songbird möchte ich selber eines der originellen Songbird-Icons dem neuen Element im Programmenü zuordnen. Ich habe in Wikimedia Commons ein Symbol gefunden (siehe hier) und heruntergeladen. Es zeigt ein Vogelei, dessen Schale soeben aufgebrochen wurde und offensichtlich das Junge zu schlüpfen beginnt (symbolisch für die Entwicklung von Songbird).

Ich möchte dieses Symbol zu den KDE-Symbolen kopieren. Diese befinden sich unter /opt/kde3/share/icons/. Da ich als normaler User angemeldet bin habe ich keine Schreibrechte für dieses Verzeichnis. Ich benutze daher ein Konsolenfenster mit Administratorrechten (root) und übe ein wenig die Bash-Befehle (Kommandos, die man dem Betriebssystem ohne grafische Oberfläche übergibt).

Im Programmenü wähle ich Anwendungen / System / Terminals / Terminal (Systemverwaltungsmodus). Es öffnet sich ein Fenster mit der Aufforderung das Passwort einzugeben. Gemeint ist das Root-Passwort (Administrator). Das Besondere an dieser Aufforderung ist, dass sie beim Eingeben des Passwortes nichts anzeigt, weder die einzelnen Zeichen des Passwortes, noch irgendwelche Symbole (z.B. Sternchen). D.h. man muss das Passowort 'blind' eintippen. Tippfehler können daher nicht korrigiert werden. Man tippt in diesem Fall nach Drücken der Enter-Taste (Eingabetaste) das Passwort noch einmal ein.

Einen neuen Ordner anlegen
Wie bereits erwähnt, möchte ich im Verzeichnis /opt/kde3/share/icons/ einen neuen Ordner für die eigenen Icons anlegen. Er soll OtherIcons heissen. Dazu tippe ich im Terminal-Fenster folgenden Befehl ein:
mkdir /opt/kde3/share/icons/OtherIcons ein und übergebe das Kommando indem ich die Eingabetaste drücke. Der Befehl mkdir ist die Abkürzung für make directory (erzeuge ein Verzeichnis).

Als nächstes möchte ich die heruntergeladene Symbol mit dem Dateinamen Songbird.png in das neu angelegte Verzeichnis OtherIcons kopieren. Dazu gebe ich im Terminal-Fenster den nächsten Befehl ein. Dieser besteht aus dem Kommando cp (Abkürzung für copy), dem Pfad und Dateinamen der zu kopierenden Datei sowie dem Pfad und Dateinamen der Zieldatei (cp Quelldatei Zieldatei). Zwischen den Angaben steht jeweils nur ein Leerzeichen. Konkret lautet in meinem Beispiel der Befehl (ACHTUNG: Unter Umständen wird der Befehl durch den Zeilenumbruch in zwei Zeilen dargestellt):
cp /home/Markus/Downloads/Songbird/Songbird.png /opt/kde3/share/icons/OtherIcons/Songbird.png
Den Befehl übergebe ich wieder durch Drücken der Eingabetaste.

cp = Befehl zum Kopieren von Dateien
/home/Markus/Downloads/Songbird/Songbird.png = Verzeichnis und Name der Quelldatei
/opt/kde3/share/icons/OtherIcons/Songbird.png = Verzeichnis und Name der Zieldatei

Nun kann jeder Benutzer des Computers dieses Symbol über den Menüeditor verwenden. Für das Auswählen dieses Icons benützt man die Einstellung Sonstige Symbole und klickt auf Auswählen... (siehe Abb.). Danach kann man den Pfad und die Datei zum gewünschten Symbol angeben.


Sonstige Symbole auswählen (zum Vergrössern auf das Bild klicken)

Wichtige Hinweise:
Linux unterscheidet bei Datei- und Pfadangaben exakt zwischen Gross- und Kleinschreibung (case sensitivity).
Pfadangaben werden durch Schrägstriche gekennzeichnet (/) und nicht wie in Windows durch umgekehrte Schrägstriche (\), auch Backslash genannt.
Die Elemente eines Kommandos werden durch ein Leerzeichen getrennt.

Im Terminalfenster haben einzelne Tasten bestimmte Funktionen, die von den sonst üblichen Eingabemasken abweichen. Es ist deshalb Vorsicht angebracht. Wer mit den Kommandos im Konsolenmodus (Terminalfenster oder Linux ohne grafische Oberfläche) nicht vertraut ist, sollte jeden Befehl genau überlegen und mit Vorsicht anwenden.

Links zum Thema 'BASH-Befehle und BASH-Programmierung:'
Klaus Gerhardt: Linuxseiten - Bash-Befehle und Bash Programmierung
bin-bash.de: Treffpunkt für Linux-Shelluser
DFÜ-Infocenter: Bash-Grundkurs
linuxuser: Die Bash, das unbekannte Wesen
Self Linux: Einführung in die Burn Again Shell (BASH)
Advanced Shell Scripting Guide
ProLinux: Shell-Workshop
heise.de: Mit flinken Fingern - Die Power der Kommandozeile
linux-services.org: Einführung in die Shell-Programmierung
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Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Thanks mate... just dropped by. Will look for BIKE STN when we get to Seattle. Still in Buenos Airies.
xanax

Anonym hat gesagt…

Some were practical, of course, but others were
psychological and emotional. I believe my exact words were "I don't want to be your dirty little secret. The decline of the East side blues scene was disheartening, but, it also gave rise to the need for a fresh start, which came in the form of the next blues-only venue, Antone's, founded by the late Clifford Antone, during the summer of 1975.

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