Samstag, 29. März 2008

Direct Backup für Linux

Hinzugefügt am 25. Mai 2008: Per Zufall habe ich festgestellt, dass Direct Backup beim Hochfahren des Computers nicht automatisch seine Funktion aufnimmt. Wenn man den Befehlt 'Show Filequeue' wählt, so erscheint im darauffolgenden Fenster die Meldung 'Direct Backup don't responding'. Den Fehler habe ich noch nicht gefunden. Beendet man Direct Backup und startet es danach wieder, dann funktioniert es normal.

Die Installationsanleitung finden Sie am Ende des Berichts, ebenso einige Tipps.


Ich habe vor ein paar Tagen das Programm Direct Backup, Version 1.0.3 (Copyright 2007-2008 Reinhard Tchorz) auf meinem Laptop installiert. Der Vorteil dieses Programms: Es zeichnet mit einer Verzögerung von maximal einer Minute die Änderungen an den frei wählbaren Dateien und Verzeichnissen auf. Gefunden habe ich die Applikation bei Heise Online unter diesem Link. Es ist derzeit nur in einer englischen Version verfügbar.

Wer Direct Backup installiert, sieht erst einmal nur eine Verknüpfung im Programm-Menübaum (Anwendungen / System / Dateisystem / Direct Backup). Ein Klick auf diese Verknüpfung zeigt keine Reaktionen. Per Zufall bemerkte ich später im in der Kontrolleiste ein neues Symbol, dass beim Darüberlegen des Mauszeigers den Hinweis 'Direct Backup: normal mode' anzeigte. Ein Klick mit der rechten Maustaste öffnete das Kontextmenü.

Kontrollleiste mit 'Direct Backup'-Symbol in der Mitte unter OpenSuse 10.3 und KDE.

Das Kontextmenü zeigt folgende Optionen:
  • CONFIGURE...
  • SHOW FILE QUEUE
  • SHOW BACKUP DIRECTORY
  • HELP
  • QUIT
HELP: Die Hilfe-Option aus dem Kontextmenü stellt eine kurze Beschreibung zur Verfügung.

CONFIGURE...: Hier kann man die gewünschten Einstellungen vornehmen. Im Register General gibt man an, wo die Speicherung erfolgen soll (weitere Bemerkungen dazu weiter unten). Die Option Compress old files teilt dem Programm mit, ob es die älteren Dateien pro Tag in einem komprimiertem Archiv zusammenfassen soll und die Zahlenangabe darunter, wieviele Versionen gewünscht sind (Anzahl Tage).

Im Register Directories schliesst man jende Verzeichnisse aus, für die ein Backup keinen Sinn macht, z.B.: Browser-Cache oder Papierkorb etc.

Der Register Files ermöglicht das Ausschliessen von bestimmten Dateien, wobei Angaben mit Joker (*) mögich sind, z..B. Temporärdateien mit dem Eintrag '*tmp'. Wird 'Executable' gesetzt, so werden ausführbare Dateien ausgeschlossen (macht Sinn). Mit 'Moved files' (verschobene Dateien) werden Dateien ausgeschlossen, welche von einem Ort zu einem anderen verschoben wurden (habe ich nicht gesetzt). 'Minimum file size' verhindert, dass leere Dateien und 'Maximum file size', dass zu grosse Dateien gespeichert werden (Video-Files u.a.). Ich habe die Einstellungen belassen (Minimum file size auf 2, Maximum file size 0).

SHOW FILES QUEUE: Zeigt diejenigen Dateien an, welche sich in der 'Warteschlange' für die Speicherung befindent (oft leer).

SHOW BACKUP DIRECTORY:
Wie bereits weiter oben beschrieben, speichert das Programm im Hintergrund Dateien und Verzeichnisse welche neu angelegt oder verändert wurden. Mit einem Klick auf 'Show Backup Directory' kann man das Verzeichnis mit diesen Dateien anzeigen. Pro Tag werden die Dateien der Vergangenheit auf Wunsch in einem Archiv-File zusammengefasst (siehe Abb.).

Backup-Verzeichnis (Zum Vergrössern klicken Sie auf das Bild)

INSTALLATION:
Die Installation unter Linux ist denkbar einfach, da für diese Distribution spezifische RPM-Binärpakete im Download-Link angeboten werden.
  • Die Datei downloaden.
  • Mit einem Rechtsklick auf die Datei (in meinem Fall 'DirectBackup-1.03-02.i586.bz2') den Menüpunkt Entpacken und dann 'Hier entpacken' wählen.
  • Dann mit einem Klick auf die extrahierte Datei 'DirectBackup-1.03-02.i586.rpm' das Programm über YaST installieren.
WEITERE TIPPS:
Am sinnvollsten wäre es, wenn sich das Backup-Verzeichnis direkt auf einer zweiten Festplatte befände. Das ist bei mir nicht der Fall. Das Notebook enthält nur eine HD. Direct Backup ermöglicht es, ein Verzeichnis auf einer externen Platte zu definieren. Auch wenn das Laufwerk nicht angeschlossen ist, registriert Direct Backup die veränderten Dateien und speichert diese, sobald das externe Laufwerk mit dem Backup-Verzeichnis wieder zur Verfügung steht (Quelle: Help File von Direct Backup).

Mit einem Klick auf das Symbol von Direct Backup in der Kontrolleiste kann man Direct Backup unterbrechen (pause mode), z.B., wenn man intensiv mit grossen Dateien arbeitet und die volle Leistung des Systems benötigt (meine Interpretation). Ein weiterer Klick führt Direct Backup in den record mode. Damit werden nur die Namen der veränderten Dateien gespeichert, nicht aber die Dateien selbst. Noch einmal Klicken und das Programm befindet sich wieder im normal mode.

Ein Leser hat folgendes geschrieben:
"Schau dir mal dar an: Disk ARchive Hab damit seit Jahren nur die besten Erfahrungen vor den Hausbackupgebrauch. Gibt anscheinend auch ne KDE GUI dafür, die ich aber nicht benutze."
Danke für den Tipp! Leider konnte ich bisher nirgends eine ausfühliche Beschreibung finden, werde aber weiter danach Ausschau halten.


Fazit:
Direct Backup ist ein einfach zu installierendes und kofigurierendes Programm und scheint mir ideal für die Sicherung der Benutzerdaten (Home Verzeichnis).

Links:
Heise Online
Direct Backup for Linux 1.02 (Heise Online): Beschreibung und Download-Link
Website des Anbieters: http://www.rt-sw.de/start.html
Programme von Reinhard Tchorz: bei downloadtipp.de
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