Montag, 30. Juli 2012

OpenSuse 12.1 (KDE) Touchpad für Antippen (Klick und Doppelklick) einrichten

Bei der Installation von OpenSuse 12.1 auf einem Notebook klappte alles bestens, bis auf den Touchpad. Dieser reagierte nicht auf das Antippen mit dem Finger, d. h. ich konnte mit dem Touchpad keinen Klick und Doppelklick ausführen.

OpenSuse installiert die Software für das Konfigurieren des Touchpads nicht automatisch. Man muss diese über YaSt nachinstallieren.

Dazu ruft man in YaSt / und dann 'Software installieren oder löschen' auf. Im Suchfeld muss man 'synaptic' eintippen und dann auf 'Suchen' klicken. Nun werden rechts die Pakete 'gsynaptics' und 'gsynaptics-lang' angezeigt. Dort setzt du nun die beiden Häkchen (wie im Bild oben) und klickst im Fenster rechts unten auf 'Akzeptieren'.

Nach der Installation findet man die Funktion im Startmenü unter 'Anwendungen' / 'Configure Desktop' / 'Hardware' / 'Input devices' / 'Touchpad'. Mit Klick auf dieses Icon öffnet sich das Einstellungsfenster mit dem Register 'Tippen' ganz rechts. Dieses wählst du aus.

Dort kannst du nun die Einstellungen nach Belieben vornehmen, vor allem in der Mitte die Option 'Tippen mit einem Finger' auf 'Linke Maustaste einstellen', denn damit ist mit einmal Antippen der Mausklick möglich und mit schnellem zweimaligem Antippen der Doppelklick.

OpenSuse 12.1, KDE, Touchpad, Doppelklick, Double Tap, Tap-Funktion


Mittwoch, 1. Februar 2012

Asus Transformer Prime: Tipps für die Kaufentscheidung

Es ist zweifellos ein genialer Wurf, das Asus Eee Pad Tranformer Prime. Doch sollten potentielle Käufer erst einmal ein paar Überlegungen anstellen, bevor sie zugreifen. Deshalb hier ein paar wichtige Tipps.

Es sieht verlockend aus, stylisch, praktisch, flach und leicht. Die versprochene Akku-Laufzeit und die Möglichkeit das Pad an die Tastatur anzudocken, dürften ausserdem lang gehegte Wünsche erfüllten. Und ich bin mir sicher, für viele Anwender ist das Asus Eee Pad Transformer Prime eine gute Lösung.

Wer aber gewisse Überlegungen beiseite lässt, wird vielleicht enttäuscht. Das wichtigste zuerst: Das Eee Pad Transformer Prime ist ein Tablet und kein Subnotebook. Daran ändert auch die Tastatur nicht viel. Zwar kann man mit dieser flüssig schreiben, aber nicht in jeder Situation.

Das limitierende dabei ist das Betriebssystem. Ich bin ein überzeugter Benutzer von Android. Mein Smartphone HTC Sensation läuft mit Android und leistet damit hervorragende Dienste. Auch Tablets, wie beispielsweise das Samsung Galaxy Tab lassen sich mit Android bestens steuern, ebenso das Asus Eee Pad Transformer Prime.

Deshalb wird, wer mit dem Transformer in erster Linie den Kauf eines Tablets anstrebt, vermutlich nicht enttäuscht. Wer aber glaubt damit wie mit einem Notebook arbeiten zu können, wird rasch einmal über Hürden stolpern. Das wird gleich einmal beim Benutzen der Tastatur ersichtlich. Dort fehlt nämlich die Delete-Taste.

Man kann daraus keinen Vorwurf an Asus richten, denn die Delete-Taste ist im Mobile-Betriebssystem Android nicht vorgesehen. Das wissen wir aus der Benutzung der Smartphones. Den Vielschreiber wird das stören, nicht zwingend aber diejenigen, die nur E-Mails oder andere kurze Texte schreiben.

Weiter muss man wissen, dass man mit dem Mobile-Betriebssystem auch nicht beliebige Programme nutzen kann, sondern eben nur diejenigen, die dafür angepasst und im Android-Market verfügbar sind. Auch hier gilt: Wer die Möglichkeiten des Tablets nutzen möchte, ist damit gut bedient.

Für das Surfen im Internet muss man wissen, dass man beim Aufruf von Websites oft auf die Mobile-Version des Auftritts umgeleitet wird und daher gegenüber dem konventionellen Inhaltsangebot Einschränkungen hinnehmen muss. Es kann daher nötig sein, dass man von der angeschlossenen Tastatur auf den Touchscreen umgreifen muss.

Es gibt Seiten im Web, die lassen sich mit Android nicht steuern, weder über die Tastatur, noch mit die Maus und auch nicht mit dem Touchscreen. Die Schaltflächen oder Links dieser Seiten reagieren nicht auf die Bedienung mit Mobile-Betriebssystemen. Aber auch daraus kann man Asus wohl keinen Vorwurf an Asus richten. Es liegt vielmehr an den Betreibern bzw. Gestaltern dieser Websites.

Man kann mit dem Transformer ohne weiteres Posts erstellen (wie diesen hier), Mails schreiben, Formulare ausfüllen, Shoppen im Internet, Bilder betrachten, Musik hören, Videos ansehen und vieles andere mehr. Webseiten bearbeiten, Bilder bearbeiten oder Office-Dokumente erstellen ist aber nur rudimentär möglich. Dafür ist diese Art von Computer nicht gedacht, weshalb letztlich die Performance auch nicht darauf ausgerichtet ist.

Auch muss man wissen, dass die gesamte Bedienung des Gerätes durch die Verwendung von Android stark von der Bedienung eines Notebooks oder Subnotebooks stark abweicht und an manchen Stellen sehr gewöhnungsbedürftig ist.

Dennoch finde ich, dass das Asus Eee Pad Transformer Prime für viele eine Lücke füllt. Die praktische Grösse, das lange Durchhalten im Akku-Betrieb und die Möglichkeit der fast vollständigen Hardware-Tastatur sind für zahlreiche Situationen genau das Richtige. Die Nachfrage scheint denn auch sehr gross zu sein.

Nicht unerwähnt möchte ich lassen, dass das Display meines Testgerätes einen störenden Braunstich (Farbabweichung) zeigte. Ich habe keine Einstellungen gefunden um dies zu korrigieren.

Erfahrungsbericht Asus Eee Pad Tranformer Prime, kaufen oder nicht kaufen, wichtige Tipps für die Kaufentscheidung, Testbericht, Netbook, Notebook oder Asus Eee Pad Transformer

Donnerstag, 12. Januar 2012

Webcam des Medion Akoya E1210 unter OpenSuse 12.1

Heute fand ich etwas Zeit, die Webcam des Medion Akoya E1210 unter OpenSuse zu testen. Dazu habe ich das Programm GTK+ UVC Viewer, das in den Paketen von OpenSuse 12.1 enthalten ist, installiert.

Für die Installation: "YaST" aufrufen, "Software installieren oder löschen" wählen und dann im Suchfeld des Paketmanagers "uvc" eintippen und "Enter" drücken (siehe Bild unten).

Installation des Programms GTK+ UVC Viewer über den Paketmanager.
Damit die Webcam funktioniert, muss man darauf achten, dass sie schon beim Start des Computers aktiviert ist Kontroll-LED links neben der Anzeige für das WLAN.

Leuchtet die LED nicht, so muss man die Tastenkombination "Fn" und "F6" drücken. Sollte die Webcam trotzdem nicht funktionieren, muss man bei leuchtender LED für die Webcam einen Neustart durchführen.

Danach darf man die Webcam mit der Tastenkombination nicht wieder ausschalten. Sie wird automatisch von den Programmen GTK+ UCV Viewer oder Skype oder Google Voice aktiviert und deaktiviert. In Windows ist dies anders. Dort kann man mit der Tastenkombination die Kamera ein- und ausschalten. In OpenSuse wird nach dem Ausschalten mit der Tastenkombination die Kamera nicht wieder erkannt und es ist ein Neustart nötig.

Wichtig: Ich habe nicht herausgefunden, wo im "Anwendungsstarter" von KDE das Icon für den GTK+ UCV Viewer installiert wird. Lediglich unter "Vor kurzem installiert" oder mit der Suche "uvc" konnte ich es finden. Deshalb habe ich mir gleich eine Verknüpfung auf der Arbeitsfläche und in der Kontrolleiste angelegt (rechte Maustaste auf dem Icon und dann die Optionen "Zur Arbeitsfläche hinzufügen" und zur "Kontrollleiste hinzufügen" wählen).

Ich habe im Anschluss übrigens Skype installiert und ausprobiert und es funktioniert einwandfrei. Das entsprechende RPM-Paket kann man direkt bei Skype runterladen und installieren.

Weil ich aber hauptsächlichst mit Google-Applikationen arbeite, verwende ich meistens Google Voice und auch das habe ich mit meinem Subnotebook getestet und es hat auf Anhieb geklappt.

Nun bin ich mit meinem Zwerg (Medion Akoya E1210) unter OpenSuse 12.1 voll zufrieden und arbeite seit Wochen intensiv damit.
Medion Akoya E1210, OpenSuse 12.1, Webcam GTK+ UVC Viewer, guvcviewer

Dienstag, 10. Januar 2012

Medion Akoya E1210 unter OpenSuse mit 2GB deutlich schneller

Beim fleissigen Arbeiten mit meinem Medion Akoya E120 unter OpenSuse 12.1 fiel mir auf, dass je mehr Tabs ich im Browser öffnete um so langsamer das Subnotebook wurde und umso mehr die Festplatte ratterte.

Auch beim Verwenden von gleichzeitig mehreren Programmen wurde die Festplatte übermässig gefordert. Ich weiss, dass KDE viel Speicher benötigt und dass OpenSuse 12.1 noch nicht optimal auf Subnotebooks angepasst ist. Manchmal habe ich bei Benutzung der Funktion 'Speichern unter' deshalb auffällig lange auf das Erscheinen des Dialogs gewartet.

Um Abhilfe zu schaffen, fasste ich die Aufrüstung von 1 GB auf 2 GB ins Auge. Das Medion Akoya E1210 kann mit RAM bis zu 2 GB umgehen, wurde aber mit 1 GB verkauft. Die Speicherbank ist mit 1 GB voll besetzt, weshalb nur ein Austausch möglich ist.

Für CHF 28.-- (ca. 23.-- Euro) habe ich ein 2 GB-Modul von Kingston gekauft (genauer Typ siehe weiter unten). Der Austausch ist keine grosse Sache und in ca. 10 Minuten erledigt.
  • Stecker für Stromzufuhr entfernen
  • Akku entfernen
  • statische Aufladung des Körpers ableiten (Finger an blankes Metall von Wasserhahn oder Heizkörper halten)
  • Alle Schrauben (Kreuzschlitz) an der Rückseite entfernen
  • Abdeckung vorsichtig entfernen (über seitliche Stecker herausziehen) 
  • dann altes Speichermodul entfernen (seitliches Wegklappen der Metallspangen), Modul schräg nach oben herausziehen
  • neues Modul mit der Kerbe auf der richtigen Seite einstecken
Die Aufrüstung tut dem Subnotebook gut. Die Festplatte ratter deutlich weniger und das Arbeiten geht flüssiger.

Für noch mehr Arbeitsgeschwindigkeit habe ich ausserdem in der Desktop-Konfiguration die Animationen deaktiviert. Auch das macht sich bemerkbar und hatte einen weiteren angenehmen Nebeneffekt: Nach dem nächsten kompletten Neustart war die Transparenz der Kontrollleiste endlich weg.

Die Transparenz der Kontrollleiste hat mich schon lange gestört, aber ich konnte nicht herausfinden, wie man diese entfernt. Auf kleinen Displays ist es praktisch, die Kontrolleiste auszublenden und nur im Bedarfsfall mit der Maus einzublenden. Damit erhält man etwas mehr Bildinhalt.

Beim Einblenden überdeckt die Symbolleiste den unteren Fensterinhalt. Durch die Transparenz scheint der Fensterinhalt durch und stört die Sicht auf die Kontrollleiste, wodurch die Symbole nicht mehr gut erkennbar sind.

Jetzt ist durch das Deaktivieren der Animationen eben auch diese Transparenz weg. Das sieht nicht ganz so schick aus, ist aber praktisch.

Das Aufrüsten auf 2GB RAM hat sich gelohnt, ich kann es weiterempfehlen, vor allem dann, wenn mit dem Subnotebook intensiv gearbeitet wird.

Die genauen Angaben zum Speichermodul:

Kingston Technology SO-DDR2 667MHz 2GB
Produkttyp Notebook-Speicher
Speicher (max Taktfrequenz) DDR2 667 MHz (PC2-5300)
Speicherkapazität 2 GB
Timings CL5-5-5
Bandbreite 5.3 GB/s
Spannung 1.80 Volt
Error-Correction Kein ECC
Buffer Un-Buffered
Register Un-Registered
Anzahl Pins 200 Pin


Donnerstag, 5. Januar 2012

Weitere Erfahrungen mit OpenSuse 12.1

Inzwischen habe ich intensiv mit dem Netbook Medion Akoya E1210 unter OpenSuse 12.1 gearbeitet und Erfahrungen gesammelt. Ausserdem habe ich OpenSuse 12.1 auch auf dem Desktop erfolgreich installiert und damit gearbeitet. Doch dazu später.

Mit dem Netbook und OpenSuse 12.1 bin ich sehr zufrieden. Es bleibt jedoch - entgegen der Meldung im letzten Post - das Problem mit dem Ruhemodus bestehen. Allerdings tritt das Problem nicht unmittelbar nach der Rückkehr aus dem Ruhemodus auf, sondern meist erst viele Minuten später. 

Der Fehler äussert sich so, dass die WLAN-Verbindung nicht mehr automatisch hergestellt wird. Manchmal erfolgt ein Versuch, der dann erfolglos verläuft. Auch die manuelle Wiederherstellung scheitert. Es ist auch schon vorgekommen dass das System eingefroren wurde.

Ich kann trotzdem gut damit leben und habe dazu lediglich den Ruhemodus in dem Sinn deaktiviert, dass das System bei längeren Pausen heruntergefahren (siehe Bild oben), statt in den Ruhezustand versetzt wird. Ansonsten läuft das System so stabil, dass ich seit Wochen stundenlang damit arbeite und OpenSuse 12.1 nun definitiv auf dem Netbook bleibt.

Die Installation von OpenSuse 12.1 auf dem Desktop habe ich in Form eines Updates durchgeführt. Es hat auf Anhieb funktioniert und der inzwischen doch sehr alte PC (ein ehemaliger AMD Gamer PC, inzwischen 7 Jahre alt) funktioniert als Arbeitsinstrument sehr gut und ansprechender Geschwindigkeit.

Freitag, 23. Dezember 2011

Dolphin Vorschau für MP3-Dateien

Die Seitenleiste mit dem Soundplayer in Dolphin
Wer seine MP3-Sammlung in Dolphin durchsehen möchte und dafür die Option Sound preview sucht (direktes Abspielen von Musiktiteln in Dolphin) der muss eventuell nur die F11-Taste drücken.

Dolphin Einstellungen wählen
Mit ging es so und ich habe lange gesucht. Ich hatte in Erinnerung, dass es eine praktische Möglichkeit gibt, MP3-Dateien im Dolphin-Dateimanager zu markieren und dann auf der rechten Seite den Player eingeblendet zu bekommen.

Ich habe lange gesucht, bis ich ich die Option wieder gefunden habe. Darauf gekommen bin ich, als ich im Fenster rechts oben auf 'Einstellungen' geklickt habe (siehe Bild unten).

Option 'Informationen' aktivieren
Danach habe ich im Dropdown-Menü unter dem Item 'Seitenleisten' die Option 'Information' aktiviert.

Darauf hin wurde die Seitenleiste angezeigt, in welcher der Player erscheint, wenn man eine MP3-Datei (oder andere Sounddatei) markiert (siehe Bild unten).

Alternativ dazu kann man wesentlich schneller mit der Taste F11 diese Seitenleiste ein- oder ausblenden.

Schnell einmal hat man die Taste versehentlich gedrückt und weiss dann nicht mehr, wie die Seitenleiste wieder eingeblendet werden kann.


sound preview in dolphin, mp3 direkt in dolphin abspielen, probehören, sounddateien direkt in dolphin, musik-dateien direkt in dolphin


OpenSuse 12.1 läuft stabil auf meinem Netbook

OpenSuse mit KDE als Desktop
Was lange währt wird gut! Ich habe OpenSuse 12.1 auf meinem Netbook Medion Akoya E1210 nun über Tage und Wochen intensiv getestet. Die ursprünglichen Probleme mit dem WLAN-Modul sind behoben. Ich nehme an, dass die letzten Updates dazu geführt haben.

Nun funktioniert das WLAN-Modul Ralink RT2860 einwandfrei, verbindet sich jeweils automatisch mit einem der konfigurierten Netze, sowohl beim Aufstarten, wie auch bei der Rückkehr aus dem 'Ruhezustand'.


Ich habe inzwischen so ziemlich alles ausprobiert, was man sich von solch einem mobilen Gerät als Arbeitsinstrument wünscht. Zwar ist das Netbook von seiner Hardware-Ausstattung bezüglich Geschwindigkeit nicht gerade der Hammer, aber für die Bürokommunikation (Mail, Internet, Office-Programme, etc.) reicht es für flüssiges Arbeiten.

Das Netbook war schon für die Entsorgung bereitgestellt, weil der Akku (BTY-S11) schlapp gemacht hatte. Ausserdem hatten sich unter WinXP Fehler eingeschlichen, die das Netbook immer langsamer machten. Eine Neuinstallation hätte sich aufgedrängt.

Das sonst sehr praktische Netbook war mir dann doch irgendwie zu schade für die Entsorgung und so habe ich bei der Gelegenheit ein wenig mit Linux experimentiert und bei Amazon einen passenden stärkeren Akku gekauft (6600mAh).

Nun läuft das Netbook wieder und ist als mobiles Arbeitsinstrument voll im Einsatz. Mit OpenSuse 12.1 und KDE bin ich jetzt sehr zufrieden. Zuvor hatte ich Ubuntu und Linux Mint installiert, musste diese aber wieder entfernen, weil es immer wieder zu Abstürzen kam.

In diversen Postings im Internet konnte ich nachlesen, dass das WLAN-Modul Ralink RT2860 auch anderen Benutzern Probleme bereitet oder bereitet hat. Deshalb hier noch einmal der Hinweis auf die Konfiguration, wie ich sie vorgenommen habe (siehe Bericht). Es sieht aber danach aus, dass durch eines der letzten Updates von OpenSuse oder auch KDE, die Probleme behoben wurden und sich dieses Vorgehen erübrigt.


Jedenfalls freut es mich, das OpenSuse 12.1 insgesamt einen guten Eindruck hinterlässt, dass ich damit auf meinem Netbook wieder bestens arbeiten kann (dies nicht zuletzt auch, weil der neue Akku richtig lange durchhält).


Links:
Leistungsstarker Akku für mein Netbook
Linux Mint auf dem Netbook Medion Akoya E1210
Ubuntu 11.10 auf dem Netbook Medion Akoya E120
Zurück zu OpenSuse 12.1 auf meinem Netbook (enthält die WLAN-Konfiguration)

Donnerstag, 22. Dezember 2011

Zurück zu OpenSuse 12.1 auf meinem Netbook

Nach nun mehreren Wochen intensiven Tests von verschiedenen Linux-Distributionen auf meinem Netbook Medion Akoya E1210 bin ich nun mit viel Überzeugung wieder bei OpenSuse 12.1 mit KDE gelandet. Ich möchte keinesfalls die Leistung der anderen getesteten Linux-Distributionen schmälern. Eigentlich hat die Arbeit mit Ubuntu, mit Linux Mint und mit OpenSuse Spass gemacht und irgendwie hatte jedes Angebot seine Vorzüge und Nachteile.

Wenn es darum geht für ein anderes Netbook das richtige Linux zu finden, so muss man vermutlich selber die solche Test durchführen. Dies ist mit diesen Distributionen auch keine grosse Hexerei, selbst wenn dabei das vielleicht vorhandene Windows erhalten möchte.

Für das Netbook Medion Akoya E1210 kann ich aber derzeit OpenSuse 12.1 mit dem KDE-Desktop wirklich empfehlen, nachdem dich die Installation mit den neuesten Updates vorgenommen habe und nun auch das WLAN so nützen kann, dass ich mit dem Netbook ein verlässliches Arbeitsgerät zur Verfügung habe. Dafür war ein bestimmtes Vorgehen nötig, das ich nach ein wenig tüfteln herausgefunden habe. Es ist gut möglich, dass dies bei einem anderen Nebook auch ohne dieses funktioniert.

Bevor ich näher darauf eingehe möchte ich aber erst die anderen getesteten Linux-Distributionen würdigen und schildern, warum ich letztlich bei OpenSuse 12.1 geblieben bin.

Ubuntu 11.10
Mit Ubuntu 11.10 hat meine Testreihe begonnen. Die Installation bot keinerlei Probleme und gelang auf Anhieb vom USB-Stick aus. Nach der Installation wurde ich gleich ein erstes Mal mit dem neuen Gnome Desktop konfrontiert und dieser ist zu Beginn gewöhnungsbedürftig. Doch geht man die Sache mit der nötigen Offenheit und Flexibilität an, so kann man sich durchaus damit anfreunden und es gibt viele gute Anpassungen für Netbooks, die man aber erst kennen lernen muss und die nicht voll ausgereift sind.

Man kann mit der Version für Netbooks flott arbeiten und ich hatte anfangs richtig Spass daran. Als ich aber an längeren Sitzungen immer wieder mit Abstürzen kämpfen musste, die das System in den Konsolen-Modus führten und schliesslich nichts mehr ging, wurde ich es allmählich leid. Dies muss mit einem anderen Netbook nicht der Fall sein.

Toll fand ich das Angebot 'Ubuntu One', das es dem Benutzer ermöglicht, seinen Desktop und seine persönlichen Dateien im Rahmen von 5GB auf einem Server im Internet zu speichern und laufend zu synchronisieren. Ich habe es ausprobiert und es funktioniert. Zwar haben sich nach dem synchronisieren jeweils die Icons auf dem Desktop verschoben, aber das Angebot kann sehr nützlich sein.

Linux Mint 12
Schlicht, schön und schlank zeigt sich Linux Mint 12. Es enthält ebenfalls Gnome als Desktop. Erst konnte ich die Distribution nicht vom USB-Stick installieren. Mit der CD über ein externes Laufwerk klappte es dann problemlos. Auch Linux Mint muss man erst erkunden um damit zurecht zu kommen.

Danach aber läuft das schlanke Betriebssystem flott und hätte ich damit nicht dieselben Abstürze wie mit Ubuntu erlebt, dann wäre Linux Mint vielleicht auf meinem Netbook geblieben. So aber musste ich auch diese Distribution für mein Netbook aufgeben, auch wenn sie mich ansonsten beeindruckt hat.

Für beide, Ubuntu und Linux Mint gilt aber, dass diese Abstürze vielleicht mit einem der nächsten Updates ausgemerzt gewesen wäre. Ein Manko weisen alle drei getesteten Systeme auf: Bei der Rückkehr aus dem Ruhe- oder Schlafmodus können sie das WLAN nicht mehr aktivieren. Der Medion Akoya E1210 hat diesbezüglich auch unter Windows manchmal Mätzchen gemacht.

OpenSuse 12.1
OpenSuse 12.1 mit dem Desktop KDE konnte mich nach der ersten Installation nicht überzeugen, weil die WLAN-Verbindung nicht klappte. Zwar konnte ich erst lange damit zur Zufriedenheit arbeiten, aber die Verbindung wurde dann doch immer wieder unterbrochen.

Nun habe ich OpenSuse 12.1 ein weiteres Mal installiert und erst alle Updates eingespielt. Als 'root' angemeldet habe ich dann die WLAN-Verbindung hergestellt (das genaue Vorgehen werde ich später beschreiben) und festgestellt, dass man das WLAN-Modul durch Aus- und Einschalten aktivieren muss. Dann wird die einmal erstellte Verbindung hergestellt und funktioniert.

Nun arbeite ich seit Tagen intensiv mit dem Netbook. Ich habe eine weitere WLAN-Verbindung im Büro getestet und nach dem gleichen Vorgehen gespeichert. Angemeldet als 'root' musste ich mir als Benutzer die Rechte für das WLAN an dieser Stelle zuteilen (user allowed).

Was mich am meisten freut ist, dass ich seither noch keinen einzigen Absturz hinnehmen musste. Das war der wohl wichtigste Grund, das ich zu OpenSuse 12.1 zurückgewechselt bin. Ausserdem bin ich nach Jahren mit OpenSuse und KDE inzwischen gut vertraut.

Der Desktop (KDE) ist übrigens sehr gut an das Notebook (kleiner Bildschirm) angepasst und wirkt ausgereifter im Vergleich zu Ubuntu und Linux Mint. Er ist aber vermutlich nicht so ressourcenschonend und schlank wie beispielsweise bei Linux Mint. Doch kann ich damit flüssig arbeiten und die Dinge sind eher am gewohnten Ort, was die Bedienung betrifft.

Nun bin ich froh, dass mein kleiner Begleiter mich an den Sitzungen wieder stabil unterstützt und er mit dem starken Akku (siehe Bericht) auch richtig lange durchhält. Ich freue mich aber auch darüber, dass mit Linux auf dem Desktop grosse Fortschritte gemacht wurden. Ich könnte mir gut vorstellen, dass auch manch anderer Computer statt auf dem Schrott zu landen damit wieder gute Dienste leisten könnte.

Für die WLAN-Konfiguration war folgendes Vorgehen zielführend: Zuerst habe ich - wie bereits weiter oben beschrieben - nach der Installation von OpenSuse 12.1 (32-Bit) alle Updates heruntergeladen und installiert. Die Erweiterungen (z. B. für Mulitmedia), die nicht zur offiziellen Distribution gehören (rechtliche Gründe) können übrigens hier in einem Rutsch geladen und installiert werden: (OpenSuse Community / Restricted Formats / Restricted Formats 12.1).

Hier sei auch noch erwähnt, dass sich OpenSuse 12.1 problemlos von einem USB-Stick installieren lässt, für alle die kein CD-Laufwerk besitzen, wie dies beim Medion Akoya E1210 der Fall ist. Wie man einen den USB-Stick als Installationsmedium verwenden kann, ist hier beschrieben (englisch) opensuse.org/Live_USB_stick.

WLAN-Konfiguration
Es kann gut sein, dass auf anderen PCs diese Schritte nicht nötig sind. Bei mir hat es jedenfalls mit dem Medion Akoya E1210 nicht auf Anhieb, aber nach diesem Vorgehen geklappt.

WLAN-Symbol
Dazu habe ich mich nach der Installation und den Updates als 'root' bei KDE angemeldet. Mit der rechten Maustaste habe ich danach das WLAN-Symbol in der Taskleiste angeklickt (siehe Bild "Symbol für WLAN) und danach die Option «Einstellungen für "Network Management"» gewählt.
 
Fenster Network Management

Im darauf folgenden Fenster habe ich auf das Register WLAN geklickt,  danach auf den Button «Add» und schliesslich die Option «WLAN» gewählt (siehe Bild "Dialog Network Management").
   
Es erscheint ein weiterer Dialog. In diesem habe ich durch Klick auf «Scan» die Suche nach dem WLAN gestartet (Bild "WLAN suchen"). Nach einigen Sekunden erscheint eine Grafik auf der man das gewünschte WLAN anklicken kann. (Die Beschriftung ist allerdings sehr klein.) Dadurch übernimmt man schon die wichtigsten Parameter in den Dialog.

WLAN suchen
Das Passwort für geschützte WLANs gibt man im Register Wireless Securty ein. Ich weiss nicht mehr ob in diesem Moment sich KDE Wallet ("digitale Brieftasche") gemeldet hat, oder später. Jedenfalls ist das der zentrale Ort von KDE, wo man seine Passwörter speichert. Wird diese ein erstes Mal verwendet, muss man das Passwort für die "digitale Brieftasche" festlegen. Danach öffnet sie sich noch einmal und verlangt das soeben gespeicherte Passwort.

Benutzer hinzufügen
Zuletzt habe ich den Knopf «Advanced Permissions» angeklickt (siehe Bild "Benutzer hinzufügen") und im nächsten Dialog mich als Benutzer in das Feld «Users allowed to activate the connection» hinzugefügt. Danach habe ich die Dialoge geschlossen.

Wie bereits erwähnt, kann es sein, dass erst bei diesem Schritt die digitale Brieftasche geöffnet wird.

WLAN nicht verbunden
Falls in der Taskleiste das WLAN-Symbol so erscheint wie im Bild "WLAN nicht verbunden", so musst du die Tastenkombination  «Fn» und  «F11» drücken (WLAN on/off) und warten bis das WLAN-Symbol reagiert (siehe Bild "WLAN off").

WLAN 'off'' (WLAN-Modul ausgeschaltet)

 
Danach drückst du die Tastenkombination ein weiteres Mal und wartest. Es kann durchaus auch einmal 10 bis 20 Sekunden dauern - meist geht es jedoch schneller - bis die WLAN-Verbindung hergestellt ist (siehe Bild: "WLAN-Verbindung wird aufgebaut".)
 
WLAN-Verbindung wird aufgebaut
 
Das Symbol zeigt den Verbindungsaufbau und stellt sich nach erfolgreicher Verbindung so dar wie im Bild: "Verbindung hergestellt".
 
WLAN-Verbindung hergestellt


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Montag, 12. Dezember 2011

Linux Mint auf dem Netbook Medion Akoya E1210

In den letzten Wochen habe ich Ubuntu 11.10 auf meinem Netbook Medion Akoya E1210 installiert und ausprobiert, eine Woche später OpenSuse 12.1 und vor einigen Tagen war nun Linux Mint an der Reihe.

Eigentlich wollte ich die Distribution schon vor OpenSuse testen, doch Linux Mint liess sich nicht über den USB-Stick installieren. Nun habe ich die ISO-Datei auf eine DVD gebrannt, den eternen DVD-Player über USB angeschlossen und so die Installation vorgenommen. Es klappte auf Anhieb und Linux Mint begrüsste mich mit einer schlichten aber schicken Oberfläche.

Nun arbeite ich seit ein paar Tagen mit Linux Mint auf dem Netbook und ich habe mir geschworen, dass ich diesmal meine anfängliche Begeisterung zurückhalte, bevor ich hier wieder zu früh über eine gelungene Distribution berichte. Zu wenig kritisch hatte ich über OpenSuse 12.1 und Ubuntu 11.10 geschrieben.

Im Moment schreibe ich gerade an diesem Posting. Zuvor habe ich eine MP3-Datei bei ExLibris online gekauft, heruntergeladen und und mit verschiedenen Playern ausprobiert. Für die Recherchen bin ich stundenlang durch das Web gesurft und habe einige Mails geschrieben. Auch mit Google Text und Tabellen habe ich online gearbeitet und schliesslich  auch LibreOffice ein wenig getestet.

Für einen abschliessenden Bericht reicht das noch lange nicht. Erste Eindrücke kann ich vermitteln. Was bisher gut geklappt hat, ist die WLAN-Verbindung. Zwar kann auch Linux Mint die Verbindung nach dem Ruhezustand und dem Schlafzustand nicht wieder herstellen, aber ansonsten ist die Verbindung stabil und lässt sich - im Gegensatz zu OpenSuse - besser konfigurieren. Nebst der Verbindung ins heimische WLAN konnte ich auch die Verbindung in ein Fremd-WLAN testen. Der Wechsel vom LAN ins WLAN klappt mit Linux Mint problemlos und automatisch.

Während ich vor einiger Zeit viele gute Eindrücke über Linux Mint nachlesen konnte, hat mich die eher despektierliche Kritik von Linus Torvald über Gnome 3 eher abgeschreckt (siehe ProLinux). Offensichtlich haben sich auch viele andere Stimmen gegen die Bestrebungen zur Gestaltung der neuen Oberfläche erhoben.

Linux Mint 12 wird mit Gnome 3 als Desktop ausgeliefert. Was anfänglich schick aussieht, bringt für das Netbook einige Tücken mit sich und Gnome 3 entmündigt den Benutzer an einigen Stellen doch empfindlich. Dennoch könnte ich mir derzeit vorstellen, das Linux Mint auf meinem Netbook bleibt.

15. Dezember 2011
Ich habe inzwischen einige Tage intensiv mit Linux Mint gearbeitet und mich an die Oberfläche gewöhnt. Das Arbeiten funktioniert trotz der schwachen Leistung des Netbooks flüssig und ich bin zufrieden. Selbst die ein bis zwei Abstürze pro Tag haben mich bis jetzt nicht dazu bewegt Linux Mint wieder zu entfernen. Es ist derselbe Fehler, der auch mit Ubuntu am häufigsten auftrat.

Nach den erwähnten Abstürzen ist Linux Mint, obwohl jeweils ein Reboot nötig ist, rasch wieder bereit für die Arbeit. Da ich meist mit Applikationen arbeite die automatisch speichern, habe ich bisher keinen nennenswerten Datenverlust erlitten, obwohl ich sehr intensiv gearbeitet habe.

Mein Linux Mint Desktop
Sehr zufrieden bin ich ausserdem mit dem starken Akku (siehe Bericht), der 7 bis maximal 8 Stunden Arbeit ermöglicht. Bei längeren Pausen muss ich das Netbook jeweils runterfahren und ausschalten, weil - wie bereits weiter oben beschrieben - das WLAN nach dem Ruhe- oder Schlafmodus nicht mehr funktioniert. Das war bisher in allen getesteten Linux-Distributionen so (Ubuntu, OpenSuse, Linux Mint).

Inzwischen habe ich die Vermutung, dass die Abstürze mit dem WLAN-Treiber zu tun haben. Das WLAN war auch schon unter Windows mit Problemen behaftet. Manchmal war auch unter WIN-XP ein Reboot erforderlich, damit es wieder funktioniert hat.
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Weitere Links zum Thema:
OpenSuse auf meinem Netbook
Leistungsstarker Akku für mein Netbook